Rezension: Sword Art Online 2 Volume 2 auf Blu-ray

Sword Art Online wurde weltweit zum großen Erfolg und genießt auch hierzulande eine große Fangemeinde. Peppermint Anime veröffentlichte die erste Staffel und liefert nun natürlich auch die zweite Staffel nach. Wir sind bei der zweiten Volume von Staffel 2 angekommen, die die Episoden 8 bis 14 enthält. Ich habe mir die Blu-ray-Fassung der Veröffentlichung angesehen und berichte, was von Kirito und Co. zu erwarten ist.

sinon_render_by_hitsuhinabby-d84fn5hNachdem die ersten sieben Folgen hauptsächlich die dritte Ausführung des großen Bullet of Bullets Turniers in Ausschau gestellt haben, ist es nun in Volume 2 der Peppermint Veröffentlichung endlich soweit. Der „Battle Royal“-Wettkampf steht an und erstreckt sich über fast die gesamte Volume. Ich versuche in meiner Rezension nicht alle Details zu enthüllen, doch den ein oder anderen Spoiler konnte ich nicht vermeiden. Lest also auf eigene Gefahr weiter 😉 Kirito ist seinem Ziel, den geheimnisvollen und tödlichen Death Gun ausfindig zu machen und ihn zu identifizieren, ein großes Stück näher gekommen. Denn der Protagonist weiß, dass sich der Antagonist unter den 30 Gun Gale Online Spielern befinden muss, die sich für die Endrunde des Turniers qualifiziert haben. Es gilt, die Mordserie von Death Gun zu beenden – der kann scheinbar nämlich Mitstreiter über die virtuelle Welt im realen Leben umbringen. Doch zunächst lernen wir diverse Regeln des Spiels kennen. Auf einer großen Map werden die 30 Spieler aufeinander losgelassen. Alle 15 Minuten wird die Location gescannt, sodass die Spieler die Lage im Blick haben. Zur gleichen Zeit unterbindet der Scan eine stark passive Haltung – Verstecken und Warten gestaltet sich schwer, wenn regelmäßig die Position der Teilnehmer verraten wird. Es dauert nicht lange, bis die ersten Auseinandersetzungen stattfinden und sich die ersten Kämpfer aus dem Wettbewerb verabschieden. Kirito und Sinon verbünden sich kurzerhand und schon in der ersten Folge der Volume hat Death Gun einen Auftritt. Folge 7 läutet gelungen den Start ins Bullet of Bullets 3 Turnier ein, zeigt ansehnliche Action und bringt die Handlung in Fahrt! Episode 8 knüpft direkt an das Geschehen an. Death Gun tötet brutal einen talentierten Spieler vor Livestream-Publikum und vor den Augen der beiden Hauptfiguren. Auch wenn er zunächst untertauchen kann, sind ihm Kirito und Sinon auf den Fersen. Durch einen Scan versuchen sie herauszufinden, unter welchem Nickname Death Gun eingeloggt sein könnte. Die beiden tappen in eine Falle des Bösewichts, doch der Ausgang der vermeintlich gefährlichen Situation ist recht vorhersehbar.

Was folgt, ist jedoch eine meiner Lieblingsszenen der zweiten Staffel bisher. In Folge 9 liefern sich Death Gun und das Helden-Duo eine spannende Verfolgungsjagd. Kirito und Sinon fahren in einem Buggy vorne weg, während Death Gun mit einem mechanischem Pferde-Vehikel den Abstand immer weiter verringert. Ja, ihr habt richtig gelesen: Ein mechanisches Pferd. Das Geschehen spielt mit einer Mischung aus Ernsthaftigkeit und Unsinn, konnte mich in der Situation bestens unterhalten. Mit dem Abheben des Buggys, einen Fehlschuss aus der Luft und einer großen Explosion endet vorerst die Phase der Action. Nach der herrlich bekloppten Aktion folgt ein rund 30 minütiges Gespräch zwischen Kirito und Sinon. Grundsätzlich mag ich die ernste Seite von SAO. Zudem ist die Vergangenheit von Sinon, ihr blutiges, traumatisches Erlebnis als Kind, ein durchaus interessantes Thema. Nach der haarsträubenden Action ist der direkte Wechsel zu einer emotionalen Konversation jedoch fragwürdig. Das Pacing leidet darunter, dass so abrupt das Tempo gedrosselt wird. Außerdem fiel es mir zunächst schwer, mich nach der Pferde-Motorrad-Szene auf das Folgende einzulassen. Das Gespräch ist sicherlich wichtig für die Verbindung zwischen Kirito und Sinon. Weiterhin lernen wir erstmals eine Theorie kennen, wie Death Gun bei seinen Morden aus der virtuellen Welt vorgehen könnte. Dennoch stellen das Wie und Wann sowie die Dauer der Konversation für mich den Tiefpunkt der zweiten Volume dar. Dann kann es ja nur noch bergauf gehen! Folge 12 nimmt sich wieder dem Geschehen des Turniers an, das sich dem Ende nähert. Die beiden Protagonisten schmieden einen Plan, um Death Gun aus der Reserve zu locken. Nun steht dem großen Showdown nichts mehr im Wege…

Episode 13 zeigt einmal mehr, was ich an Sword Art Online schätze. Auch wenn sich die Action-Szenen bisher in Grenzen gehalten haben, sind die gebotenen Momente erstklassig inszeniert. Die Kampf-Choreographien sind kreativ und leidenschaftlich gestaltet. Hier präsentieren sich absolut wahnwitzige Momente, die beim Schauen schlicht und einfach Spaß machen. Man merkt, dass wohl ein großer Teil des Budgets in die Inszenierung der Gefechtsszenen geflossen ist. Der Showdown zwischen Kirito / Sinon und Death Gun ist zu jeder Sekunde mit Spannung gefüllt. Viele Fragen werden in dieser Folge geklärt, doch mir hat es nicht gefallen, wie die Abschlussszene ausfällt. Einmal mehr wird uns aus dem Nichts heraus durch einen Vergewaltigungsversuch suggeriert, wie böse ein Charakter doch sei. Schon in der ersten Staffel von Sword Art Online wurde der Charakter des Sugou bzw. Oberons auf ähnliche Art präsentiert. Wird eine Figur über einen ausreichend langen Zeitraum mit all ihren mentalen Problemen durchleuchtet, ist sexuelle Nötigung als Gipfel der Probleme ein hartes, wenn auch realistisches Mittel, die Geschichte jener Figur weiterzubringen. Erfolgt solch eine Handlung allerdings quasi von 0 auf 100, kann ich den Schreibern lediglich Faulheit unterstellen. Ja, die Zuschauer verstehen unmissverständlich, dass der Charakter „böse“ ist. Es fühlt sich jedoch viel zu aufgezwungen an und verliert dadurch an Wirkung. Um welche Figur es eigentlich geht, dürft ihr beim Schauen übrigens selbst herausfinden 😉 Episode 14 schließt das Kapitel Bullet of Bullets endgültig ab. Die Erlebnisse werden Revue passiert gelassen, zudem schließt Sinon mit ihrer Vergangenheit ab. Viele Fragen zu Death Gun werden geklärt. Im Grunde genommen hätte die zweite Staffel an dieser Stelle enden können, doch natürlich ist das Übel noch nicht vollständig beseitigt… Ich hatte durchaus Spaß mit der zweiten Volume von Sword Art Online 2. Pacing-Probleme und Schwächen in der Story ziehen das Erlebnis zwar herunter, doch die Action-Sequenzen machen das wieder wett. Mir persönlich gefällt das düstere Setting von Gun Gale Online besser als die farbenfrohe Fantasy-Welten von SAO und ALO, weshalb mir der Phantom Bullet-Arc bisher am liebsten ist.

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A-1 Pictures hat schon in der ersten Staffel einen hervorragenden Job geleistet und führt hier die tolle Arbeit fort. Die Charakter-Modelle sind hübsch und detailliert gestaltet. Die Welt von Gun Gale Online ist in eine Art dreckigen, düsteren Schleier gehüllt. Wie schon erwähnt ist die Optik des Handlungsstrangs daher weniger farbenfroh als die der ersten beiden Arcs. Das sehe ich aber keineswegs als negativen Punkt an, denn dadurch präsentiert sich uns eine dichte Atmosphäre, die wunderbar mit der gefährlichen Situation um Death Gun harmoniert. Auch habe ich bereits die beeindruckenden Action-Szenen angesprochen, die mit tollen Choreographien und ansehnlichen Effekten daherkommen. Das Peppermint-Release liegt in Full-HD-Auflösung vor und besticht, wie es heutzutage die Norm sein sollte, mit einem scharfen Bild. Der Sound dröhnt im LPCM 2.0 Stereo-Format aus den Lautsprechern. Mir hat der Soundtrack gefallen, der die Stimmung unterstreicht und alle Situationen passend begleitet. Ebenso bin ich angetan von der deutschen Synchronisation. Metz-Neun hat erneut alle Sprecher zusammengetrommelt, die bereits für die erste Staffel die Synchronisation eingesprochen haben. Wer bereits kein Fan der Vertonung von Sword Art Online war, wird wohl auch hier sofort zum japanischen Original schalten, das selbstverständlich mitsamt deutschen Untertiteln enthalten ist. Zumindest in die deutsche Umsetzung hineinzuschnuppern, wird keinem schaden. Die Credits und diverse Trailer (Gunslinger Stratos – The Animation, Black Bullet, Fate stay night – Unlimited Blade Works & Kill la Kill) sind Peppermint-typisch enthalten, zusätzlich gibt es das Ending-Theme gesondert zu bestaunen. Zwei etwa 13 minütigen Mini-Episoden im lustigen Zeichenstil fassen die Handlung in Form einer Newsshow charmant zusammen. Die zweite Volume kommt wieder einmal im schicken Digipack, das ein tolles Artwork auf dem Frontcover zeigt. Die Erstauslieferung stellt eine limitierte Fassung dar, die mit einem Booklet ausgestattet ist. Auf folgenden Bildern könnt ihr dieses Büchlein leider nicht bestaunen, da es sich bei meinem Rezensionsexemplar um die Standard-Version handelt:

Fazit:

Sword_art_online_kirito_kakoii_preview_ggo_hd_png_by_otakurenders_service-d7dwfn2Die zweite Volume zu Sword Art Online 2 präsentiert solide das Geschehen des Bullet of Bullets-Turniers. In den rasanten Action-Szenen macht das Gezeigte schlicht und einfach Spaß, doch Probleme beim Story-Pacing und die ein oder andere narrative Schwäche vermindern den Gesamteindruck. Ich bin jedoch Fan des Gun Gale Online-Settings, sodass ich mir den Spaß am Anime nicht habe nehmen lassen. Soundtrack und Synchronisation fallen überzeugend aus, zudem ist die gewohnt starke Animation hier einmal mehr zu bewundern. Insgesamt liefert Peppermint ein gutes Gesamtpaket ab, das SAO-Fans sich natürlich nicht entgehen lassen sollten.

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Ein großer Dank gilt Peppermint Anime für das Bereitstellen eines Rezensionsmusters.

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